Dana Hocke
L(i)ebe die Künstlerin in Dir!
Was verbietet oder erlaubt es uns, das Leben zu leben, wovon wir träumen und was wir uns wünschen? Was hält uns davon ab, unsere Einzigartigkeit als kreative hochsensible Frau mit vielseitigen Interessen zu lieben und zu leben?
24.Juli 2018
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Bring Your Ideas To Life
Das klingt toll, denkst Du jetzt?! Doch wie? Ja, das kenne ich auch. Ich möchte Dir aus meinem Leben erzählen und Dir mit meiner Geschichte Mut machen, Dich inspirieren und unterstützen. Also viel Spaß bei diesem Beitrag.

2017 wurde mir bewusst, dass ich hochsensibel bin und eine Scannerpersönlichkeit habe. Barbara Sher prägte diesen Begriff beispielsweise in ihrem Buch "Du musst Dich nicht entscheiden wenn Du tausend Träume hast". Als Scanner werden demnach Menschen bezeichnet, die viele Interessen haben und mehr als nur eine Berufung leben wollen. Sie macht Mut und inspiriert auch mich. Dennoch ruhe mich nicht gerne auf solchen Begriffen aus und obwohl ich schon einige Male im Leben damit konfrontiert wurde, nahm ich das nie ernst. Bis zum Start meiner Selbstständigkeit als sich meine Ideen dermaßen überschlugen, dass ich mich ständig verzettelte. Meine Unzufriedenheit und Unsicherheit machte mich auf eine Expertin für hochsensible Frauen und Unternehmerinnen aufmerksam, die sich genau mit diesem Phänomen auskannte und mich dermaßen ansprach, dass ich nicht anders konnte als einen Termin mit ihr zu vereinbaren. Von da wurde einiges in mir wach gerüttelt, was bisher nur ganz ganz leise und sehr sehr selten zum Vorschein kam.

Ich begann mich immer mehr zu fragen, wer oder was es uns im Leben verbietet oder erlaubt unsere Einzigartigkeit zu lieben und zu leben. Wir alle tragen in uns verschiedene Anteile, gelebte und unterdrückte. Manchmal zwingt uns ein schweres Lebensereignis genauer auf uns selbst zu blicken. Was sich in den meisten Fällen als schwierig und unüberwindbar anfühlt, kann zur Chance Deines Lebens werden. Denn in jeder Krise steckt die Chance, sich selbst zu erkennen.
Aus Angst nicht gut genug zu sein, habe ich die Künstlerin in mir ignoriert.
Mit jedem Entwicklungsschritt, ob aus einer Krise oder aus einer bewusst herbeigeführten Veränderung, blickte ich auf mein Herzsein und auf die Künstlerin in mir. Immer häufiger fragte ich mich, was es bedeutet eine Künstlerin zu sein. Der Glaubenssatz: "Du kannst nicht's! Du bist nicht gut genug!" überschattete lange mein gesamtes DASEIN, hielt mich klein und lähmte mich, mich selbst vollends zu entfalten und zu entwickeln.

Sollte das meine Realität sein? Sollte das meine Wahrheit bleiben? Stimmt das wirklich? Das musste definitiv hinterfragt werden. Ich begann nach positiven Vorbildern zu suchen und lies mich von deren Lebensgeschichten inspirieren. Einige Bücher, Blogbeiträge und Erzählungen später erkannte ich, dass alles was mir fehlte, Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten und Mut zur Sichtbarkeit, mit all meinen Schwächen und Schwierigkeiten war.
Das Leben kann so wunderbar sein, wenn wir es auch wirklich leben. Wären da nicht die Blockaden, Ängste und Widersprüche in uns.
"Kunst ist eine Ausdrucksform!"
Wenn wir etwas auf künstlerische oder kreative Weise zum Ausdruck bringen, dann kehren wir auch unser Inneres nach Außen. Es wird etwas sichtbar, dass sonst nur uns selbst vorbehalten ist. Kein Wunder also, dass wir Angst haben uns auf diese Weise zu zeigen."Kunst ist eine Ausdrucksform"! Dieser Satz brachte eine Wende. Ich fühlte, wie die Sonne in mir aufging und ich die Botschaft empfing: Lebe und liebe die Künstlerin in Dir! Es braucht Mut und Selbstvertrauen, wenn wir etwas Neues wagen. Die Künstlerin in mir zu lieben und zu leben, bedeutet auch mit meinem ganzen Herzsein sichtbar zu werden. Herzsein steht für echt, authentisch, nahbar, verletzlich sein.

Der Moment des künstlerisch-kreativen Gestaltens und Schaffens hilft uns eine Herzenssprache zu finden. Denn hier sind wir unwillkürlich im Gefühl. Dabei ist das Ergebnis gar nicht so entscheidet. Vielmehr geht es um den Prozess. Es geht einfach um das MACHEN, spielen und experimentieren mit Formen, Farben, Worten, Materialien, Körper oder Tönen. In diesen Momenten finden wir im TUN neue Wege. Das Spiel mit Perspektiven, Eindrücken und Erlebnissen unterstützt den kreativen Prozess. So entstehen auch in meinem Leben ganz unterschiedliche Arbeiten und Resultate. Wenn wir etwas auf künstlerische oder kreative Weise zum Ausdruck bringen, dann kehren wir auch unser Inneres nach Außen. Es wird etwas sichtbar, dass sonst nur uns selbst vorbehalten ist. Kein Wunder also, dass wir Angst haben uns auf diese Weise zu zeigen.
Doch wer möchte schon, wenn wir etwas so sensibles wie unser Herzsein nach außen tragen, auf etwas stigmatisiert werden wie "Nichts wert", "Nicht gut genug"?
Ich träume von einem künstlerisch-kreativem Leben seit ich denken kann. Als Kind war mein Zimmer voll mit selbst gemalten Bildern. Ich schrieb Geschichten, Gedichte und hatte Freude etwas zu gestalten. Die beruhigende Wirkung auf mein Herzsein ist bis heute Teil meines Lebens. Mich prägten aber auch frühzeitig traumatische Ereignisse und womöglich erkannt ich bereits als Kind, dass der Ausdruck über das Kreative und Ungewöhnliche mir ein Sprachrohr bot, dass ich nicht erklären musste.
Während meines Studiums lernte ich die Perfomance Kunst kennen. Ich fühlte mich plötzlich zuhause. Ich entdeckte eine Ausdrucksform, die schon immer in mir angelegt war. Doch mir fehlte der Mut mich "künstlerisch interaktiv" zu zeigen. Schon als Kind interagierte ich mit der (Um-)Welt auf ungewöhnliche Weise. Ich versteckte diese Ausdrucksform und dachte es wäre dumm, frei nach meinem Gefühl im Raum zu tanzen, mit Worten zu spielen oder Lieder ohne Sinn zu singen.

Für mich waren die Jahre an der Uni, in denen ich diese Kunstform gelehrt bekam, sehr aufschlussreich, bereichernd und reinigend. Etliche Ängste habe ich in dieser Zeit durchgestanden. Ich erlebte eine neue Dimension von Raum, Zeit, Körper und Geste. Ich verstand, dass das Leben "Kunst" sein kann. Also eine Ausdrucksform mit der wir versuchen uns zu zeigen, zu sein und mit anderen in Beziehung zu gehen.
Ist das Kunst oder kann das weg?
Kannst Du Dich selbst mit Deiner Einzigartigkeit anerkennen und annehmen? Kannst Du selbst die Künstlerin in Dir lieben und wertschätzen?
Wir wollen gesehen und in unserer Einzigartigkeit geliebt werden. Gleichzeitig haben wir große Angst in dieser Einzigartigkeit gesehen zu werden, weil wir Angst vor Ablehnung, Kritik oder Verspottung haben. Der erste Schritt ist Selbstannahme und Selbstliebe. Kannst Du Dich selbst mit Deiner Einzigartigkeit anerkennen und annehmen? Kannst Du selbst die Künstlerin in Dir lieben und wertschätzen? Meine Erfahrung ist, wenn ich mich selbst als Künstlerin, Querdenkerin oder Coachin annehme, spielt es kaum eine Rolle, was andere darüber denken. Wenn ich weiß, wer ich bin und sein will, wenn ich ganz in meinem Herzsein bin, dann lebe ich mein Leben und erfülle mich selbst mit Liebe, Wertschätzung und Toleranz. Das ist keine leichte Aufgabe und nicht immer gelingt es mir das im Augen zu behalten.

Wenn Du über die Jahre die Glaubenssätze: "Du bist nichts! Du kannst nichts!" in Dir getragen hast, ist es an der Zeit diese durch wertschätzende und liebevolle Botschaften an Dich selbst zu ersetzten. Es wird etwas Übung brauchen, bis sich die neuen Gedanken in Deinem Unterbewusstsein manifestieren. Hast Du schon mal versucht als Rechtshänderin mit der linken Hand schön zu schreiben? Oder gar mit dem Fuß? Sicher wird es Dir unglaublich schwer fallen. Widerstände werden sich in der ersten Zeit auftun, wenn Du versuchst das Gewohnte zu durchbrechen. Hier heißt es dann dran bleiben! Frage Dich in Momenten wo Deine Widerstände zu stark sind: Stimmt das? Ist das die Wahrheit? Was würde ein geliebter Mensch jetzt zu mir sagen? Was sind meine Stärken?

Ich habe mir vorgenommen meine Chance zu nutzen und mehr darauf zu hören, dass sich mein KünstlerInnenherz nun schon so lange meldet. Daher werde ich "einfach" anfangen und meinen Ideen, Träumen und Wünschen Ausdruck verleihen. Ich lebe nun, was sich seit meiner Kindheit in mein Leben drängt und viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam. Kreativität ist der Motor für weitere Prozesse im Leben wie z.B. innere Heilung, Stärkung, Balance usw. Wenn Du liebevoll, wertschätzend und achtsam mit Dir umgehst wirst Du auch Gesundheit, Fülle und Glück erfahren.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihre Kreativität leben und ihre Ängste verlieren. Ich wünsche mir, dass Menschen wie Du sich frei machen können und eine oder mehrere Ausdrucksfromen finden, die zu ihr oder ihm passt. Ich wünsche mir, das mehr kreative Potenziale gelebt und gewertschätzt werden, bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen.
Kreative Menschen bereichern das Leben, tragen zur Unterhaltung bei, schaffen neue Perspektiven, regen an oder helfen uns in schweren Zeiten einen Zugang zu unserem Herzen zu finden. Kreative Menschen sind Bereicherung für eine digitalisierte Welt, weil sie häufig mit ihrem Sein hinterfragen, aufzeigen und quer denken. Und selbst wenn sie das nicht tun, bereichern sie das Leben indem sie unsere Sinne anregen, uns im Herzen berühren, den Geist anregen oder unsere Aufmerksamkeit wecken. Sie schaffen etwas Neues, bringen hervor was andere nicht sehen. Das ist großartig! Das ist einzigartig! Das ist wertvoll!

Glaube an Dich, lebe Deine Einzigartigkeit und trau Dich Dein Herzsein zu aktivieren.
Deine Dana


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