Dana Hocke
3 Tipps, wie Du Deinen Herzensweg findest!
Und ein freies, liebevolles, genussvolles, gesundes und achtsames Leben kreierst.
1. Finde heraus, was Dich wirklich bremst!
Die meisten Menschen haben im Laufe ihres Lebens gelernt Lob, Anerkennung, Wertschätzung und Liebe für eine besondere Leistung oder ein besonderes Verhalten zu bekommen. Warst du aufmüpfig, unangepasst oder gar wutentbrannt, wurdest Du vermutlich mit Liebesentzug bestraft. Deine Eltern signalisierten Dir, dass dieses Verhalten nicht angemessen ist. Das ist eine schmerzliche Erfahrung und Du lernst dadurch Deine wahren Gefühle und Gedanken zu verstecken. Um so häufiger Deine facettenreichen Gefühle nicht gelebt werden durften oder Du damit verbindest nicht mehr liebenswert zu sein, um so eher wirst Du lernen Dich angepasst zu verhalten. Schließlich ist Dein größtes Bedürfnis als Kind, von Deinen Eltern bzw. von Deinen wichtigsten Bezugspersonen geliebt zu werden. Und meistens wiederholen wir dieses Verhalten und führen dieses Muster bei unseren Kindern fort, insofern uns dieses Verhaltensmuster nicht bewusst wird.
"Du bist zu laut, zu wild, zu stürmisch, Du bist zu faul, zu unkonzentriert, zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu alt, zu unsportlich, zu untalentiert, nicht kreativ genug, zu unangepasst...?"
Kommt Dir das bekannt vor? Wie fühlst Du Dich, wenn Du das hörst? Zieht sich auch alles in Dir zusammen? Diese Worte haben mich und vermutlich auch Dich lange Zeit geprägt, ohne das der Sprecher oder die Sprecherinnen wusste, welche Auswirkungen das Gesagte auf unser Selbstbild hat. Die Folge ist, das wir, um nicht zu stürmisch oder zu untalentiert zu sein, angefangen haben unser Verhalten anzupassen. Schließlich wollten wir großartig, wundervoll, einzigatig und begabt sein bzw. dachten wir, dass wir es bereits sind. Bis es uns Stück für Stück anders vermittelt wurde.

Solange wir jedoch versuchen angepasst zu sein, um nicht aufzufallen, zu stören oder zu missfallen, stehen wir unserem Glück selbst im Weg. Die Angst mit unserer Einzigartigkeit oder Andersartigkeit nicht geliebt oder angenommen zu werden, hält uns klein und macht uns unsichtbar. Die Folge ist ein unerfülltes Leben. Unzufriedenheit, Aggressivität, Depressionen oder Angst bestimmen unseren Alltag. Es ensteht emotionaler Stress, der auf Dauer krank machen kann.
2. Erkenne Deine Erfahrungen als Chance!
Auch ich wurde verletzt, nicht wahrgenommen, übersehen, vergessen, gekränkt, unterschätzt und mein kleines zartes Herz Stück für Stück eingeschüchtert. Stattdessen entwickelte sich eine überdimensionale Angst, die mich lange Zeit im Griff hatte. Bis ich begriff, dass ihre Aufgabe darin bestand, meine wahren Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen. Im Prinzip war sie eine Art Wegweiserin zu meinem Herzen. Denn sie war der Grund, warum ich Anfing, mich mit mir selbst zu beschäftigen!

Egal, was Du ein Leben lang gehört hast oder Andere meinten das Du bist, Du hast es in der Hand Dein Leben zu verändern und Dir Deine eigene Wahrheit und damit Deine eigene neue, gesunde und erfüllte Realität zu schaffen.

Frage Dich immer: Ist das wahr, was Du da gerade denkst? Wer sagt das wirklich zu mir? Und was bin ich stattdessen? Welche positiven Eigenschaften und Besonderheiten machen mich aus? Welche Aufgabe soll ich im Leben lösen? Warum bin ich hier?

Die Erfahrungen, die Du bist jetzt gemacht hast, sind Erfahrungen, die Dich etwas leeren sollen. Also was meinst Du, welches Problem sollst Du in Deinem Leben lösen? Mir wurde beispielsweise klar, dass meine Familie bis zu meinen Großeltern zurück unter Ängsten und Depressionen leidet. Wenn ich es genauer betrachte, haben meine Großeltern und Eltern nicht gelernt für ihre Bedürfnisse einzustehen oder sich selbst wichtig zu nehmen. Anders als wir heute, hatte sie wenig Zugang zu Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Selbstliebe, Vertrauen. Betrachte ich dazu den geschichtlichen Hintergrund (2. Weltkrieg/DDR) wird um so deutlicher, dass meine Aufgabe darin besteht, dieses Gefängnis aus angepasst sein, unfrei sein, Angst, Unsicherheit und Depressionen zu durchbrechen. Meine Aufgabe besteht also darin, die Folgen, wie Depressionen und psychosomatische Beschwerden, zu erkennen und neue Wege zu gehen. Wege in denen ich mich ernst und wichtig nehme. Wege auf denen ich mich nicht aus lauter Pflichtbewusstsein vergesse und überfordere. Wege in denen ich mein kreatives Potential als Bereicherung für mein Leben und für die Welt verstehe.

Meine beiden Eltern haben großes kreatives Potential, dass sie nie vollends und voller Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein ausgelebt haben. Mein Vater schaffte es erst Jahre später, als er bereits von meiner Mutter geschieden war und ohne uns Kinder ein "neues" Leben begann, seiner Kreativität mehr Raum zu geben. Heute liest er als Autor aus seinen biografischen Werken, die von traumatischen Ereignissen geprägt sind. Er möchte andere Menschen über das Thema Sucht, Alkoholismus, Missbrauch und Depressionen aufklären und verarbeitet gleichermaßen seine Lebensgeschichte. Erst seit Kurzem widmet er sich seinem weiterem verborgenen Talent, nämlich dem Malen und hat angefangen sehr farbenfrohe Bilder für Kindergeschichten aufs Papier zu bringen. Ich erinnere mich, dass er schon in meiner Kindheit einige wundervolle Gemälde an die Wand brachte und im Grunde seines Herzens ein Künstler war. Später erfuhr ich, dass dieses Talent immer untergraben wurde. Ein Familienvater hatte seine Familie mit einem soliden Beruf zu ernähren und nicht irgendwelchen Künsten nachzugehen. Und so presste er sich in das Korsett aus Erwartungen und Verpflichtungen. Bis der Alkohol keine Lösung mehr war, um den inneren Schmerz zu betäuben.

Er kam aus einer Familie in der viel Alkohol getrunken wurde und das Familienoberhaupt Probleme mit Gewalt und Unterdrückung zu lösen versuchte. Die Aufgabe meines Vaters bestand also darin, sich aus diesen Fesseln zu befreien. Auch wenn er seine Erkenntnisse erst einige Jahre nach der Trennung von meiner Mutter gewann als ich bereits 16 Jahre alt war und unter seiner psychischen wie auch physischen Gewalt litt, arbeitete er nach einem kalten Entzug seine Geschichte auf und lebt seither als trockener Alkoholiker. Interessanter Weise hat er sich entschieden Hausmann zu sein und die letzten 20 Jahre die Kinder seiner neuen Frau groß zu ziehen. Heute erzählt er in seinen Lesungen humorvoll verpackte Anekdoten aus seinem Leben die ans Herz gehen. Das ist also sein Weg! Oder zumindest ein Teil seines Weges, den ich beschreiben kann.

Ich habe nicht viel Kontakt zu meinem Vater, denn ich bin sein Kind und damit Teil seiner Geschichte, seines Lebens und seiner Vergangenheit. Doch wir haben Frieden geschlossen. Nichtsdestotrotz haben mich die Erfahrungen mit ihm und auch meiner Mutter, die ebenfalls ihren Teil zum Zusammenleben beitrug, sehr geprägt und lange belastet. Meine Mutter, eine depressive und co-abhängige Persönlichkeit, war und ist eine liebevolle Frau, die bis heute unter den Folgen der patriarchalen Verhaltensweisen ihres Elternhauses leidet. Ein gewaltbereiter Vater und eine stillschweigende Mutter gaben ihr nie Sicherheit, Liebe und Vertrauen mit auf den Weg. Sie schlägt sich seither mit dem Gefühl des Suchens und Ankommens durchs Leben. Ihre Hilflosigkeit ist für sie ein unbewusstes Werkzeug geworden mit dem sie die Aufmerksamkeit anderer für sich gewinnt. Immerhin bekommt sie dadurch Unterstützung ohne danach fragen zu müssen. Für sie eine wirksame Strategie, mit der sie die Leere in ihrem Herzen kurzweilig füllen kann. Richtig erfüllt und glücklich habe ich sie schon viele Jahre nicht erlebt. Dennoch meistert sie ihre Aufgabe und gibt nicht auf. Sie lebt alleine und trifft eigene Entscheidungen immer mit dem Antrieb von niemandem Abhängig zu sein. Das ist ihre Stärke und ihre Lernaufgabe.

Es hat einige Jahre gedauert diese Verwurzelungen und Abhängigkeiten zu verstehen, in denen ich mich in diesem Familiensystem befand. Und ich erzähle Dir das nicht, um Schuldige zu finden oder meine Eltern zu verurteilen oder damit Du Deine verurteilst. Das hilft nicht und das heilt auch nicht! Sondern eher, damit Du emphatisch nachvollziehen kannst, warum wir werden was wir sind. Die gute Nachricht ist: Wir müssen nicht bleiben was wir geworden sind!

Meine Eltern haben ihr Bestes gegeben und vielleicht war das nicht immer das Beste für mich. Blicke ich jedoch auf all die Dinge zurück, die ich auch mitbekommen habe, bin ich dankbar dafür. Trotz aller Unstimmigkeiten und auch sehr traumatischen Vorkommnisse, hatte ich die Gelegenheit in einem Elternhaus aufzuwachsen, dass zu DDR Zeiten versuchte etwas anders zu machen als die Masse. Ich wuchs auf einem "Bauernhof" umringt von Natur, Wasser und Tieren auf. Keine Autos. Keine Straßen. Vier Nachbarn. Bis zur Pubertät wohl die schönsten Jahre meiner Kindheit. Wir waren immer Draußen, es gab wenig Einschränkungen beim Spielen und so lebte wir unsere kindliche Neugier und unser Ideenreichtum vollends aus. Wir bauten U-Boote aus einem umgestürzten Baum, saßen Abends am Lagerfeuer im selbstgebauten Tipi oder hangelten uns wie Tarzan an Vaters Abschleppseil durchs den nahe gelegenen Fluss. Zusammen mit meinen beiden Brüdern gab es immer etwas zu bauen, entdecken und erfinden. Etwas, dass mich bis heute nachhaltig prägt. Unsere Prägungen, Erfahrungen und alles was wir bis jetzt mitbekommen haben, können wir jetzt nehmen und bedauern, oder nehmen und unsere Lehren daraus ziehen.

Welche Stärken hast Du durch die Ereignisse in Deinem Leben gewonnen? Welche Fähigkeiten hast Du durch die Ereignisse in Deinem Leben entwickelt?

Konzentriere Dich auf die Dinge, die Du hast und nicht auf die, die Du nicht hast. Natürlich gibt es Verhaltensweisen, die Dich bremsen und Dir Dein Leben schwer machen können. Doch alles was Dich wirklich aufhält und wo Du glaubst etwas nicht zu können, kannst Du lernen und/oder verändern. Nichts muss so bleiben wie es ist! Ich finde das sehr bereichernd und heilsam!

Und wenn Du es alleine nicht schaffst, dann eben mit Hilfe. Ich habe selbst 4 Jahre mit einer Therapeutin zusammen gearbeitet, um eben die belastenden Ereignisse zu verarbeiten. Natürlich verstand ich nicht alles alleine. Die Unterstützung einer Expertin hat mir sehr geholfen. Ich kann nur jedem Menschen ans Herz legen, wenn die Seele schmerzt und es alleine kein Licht im Dunklen gibt, sich helfen zu lassen. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Wege sich professionelle Hilfe zu holen.
Jeder Mensch ist einzigartig, wundervoll und liebenswert.
3. Nutze Deine Herzenskraft
Indem Augenblick als ich erkannte, dass die Antworten alle in meinem Herzen liegen und ich nur Mut und Vertrauen brauche darauf zu hören, löste sich in mir eine dicke fette Blockade. Ich habe über die Jahre gelernt mein Herz zu beschützen und es einfach klein gehalten. Natürlich wollen wir nicht weiter verletzt werden. Doch im Laufe der Jahre habe ich neue Fähigkeiten gewonnen, die mich emotionale, physische, psychische Zusammenhänge verstehen ließen. Und so erhielt ich im Sommer 2018 die Herzensbotschaft: Liebe und lebe die Künstlerin in Dir!

Meine Kreativität ist meine Ressource. Mein Ideenreichtum meine Heilquelle. Meine hohe emotionale Empfindsamkeit meine Stärke.
Daraus schöpfe ich all mein Potenzial und all meine Kraft für mein Leben und für meine Familie. Die Antworten liegen also in der Stimme Deines Herzens. Zu erkennen, dass wir mit unserem SEIN liebenswert und wundervoll sind, stärkt Dich für Deinen Weg. Wenn Du es schaffst, Deinem flüsternden Herz zu zuhören, ihm Deine volle Aufmerksamkeit zu schenken, dann bekommt Dein Herz Raum zur Entfaltung und Heilung und Du kannst die Antworten auf Deine Fragen finden.
Und heute für Dich zum Abschluss etwas Glitzer!
Damit Du nicht vergisst wie wundervoll Du bist.
Liebe Deine Einzigartigkeit
Damit auch Du erkennen kannst, dass Du wundervoll bist in Deiner Einzigartig- und Andersartigkeit.
Lebe Deine Ideen
Damit Deine Kreativität Entfaltunsgspielraum bekommt und Du ein gesundes und erfülltes Leben voller Liebe, Glück und Wohlbefinden empfangen kannst.
Made on
Tilda